Erweiterte Herstellerverantwortung (ROP) - was bedeutet das für Verlage und Druckereien? Eine Erläuterung der Grundsätze von ROP im Zusammenhang mit Verpackungen, Büchern und Druckerzeugnissen.
Die Druck- und Verlagsbranche steht seit einiger Zeit vor einer neuen Ära der Rechenschaftspflicht. Ab dem 1. Januar 2023 bereiten sich die Organisationen in Polen auf die Einführung eines Systems der Erweiterte Herstellerverantwortung (ROP). Das bereits obligatorische System soll in Polen jedoch schrittweise in Kraft treten, beginnend am 1. Januar 2026 und ab dem 1. Januar 2028 in vollem Umfang. Während der Übergangszeit (2026-2027) werden einzelne Bestimmungen umgesetzt, und im Jahr 2028 wird die derzeitige Produktgebühr für Verpackungen abgeschafft.
- 1. Januar 2026: Inkrafttreten bestimmter Bestimmungen des ROP-Gesetzes.
- Jahre 2026-2027: Eine Übergangszeit, in der die Abgabensätze für Verpackungen schrittweise erhöht werden.
- 1. Januar 2028: Vollständige Umsetzung des neuen ROP-Systems und Abschaffung des bestehenden Produktentgelts für Verpackungen.
Die Lösung besteht darin, den Abfall tatsächlich zu reduzieren und die Kreislaufwirtschaft zu stärken. Klingt kompliziert? Keine Sorge - wir erklären, was das in der Praxis bedeutet und wie Sie Ihr Unternehmen gut darauf vorbereiten können.
Im Allgemeinen besagt die Regel: Wenn Sie ein Produkt oder eine Verpackung auf den Markt bringen, sind Sie auch dafür verantwortlich, was nach dem Gebrauch damit geschieht.
Die neue Gesetzgebung gilt sowohl für die Papier- als auch für die Verlags- und Druckindustrie - also für diejenigen, die Bücher, Zeitschriften, Verpackungen, Kataloge oder Werbematerial vermarkten. Ab 2025 muss jedes dieser Unternehmen die Menge des verwendeten Verpackungsmaterials melden, einen Teil der Kosten für dessen Bewirtschaftung übernehmen und das Recycling mitfinanzieren.
ROP in der Papier- und Druckindustrie umfasst weit mehr als nur Kartons und Folien. In der Praxis gilt er für alle Druck- und Verpackungsmaterialien, die nach Gebrauch zu Abfall werden. von Versandverpackungen und Folienumschläge, über Umschläge, Etiketten und Banderolen bis hin zu Werbematerialien aus Papier, Katalogen und Prospekten.
Das bedeutet, dass auch Bücher, Zeitschriften oder Werbedrucke unter die ROP-Vorschriften fallen können. Zum Glück für die Industrie ist die gute Nachricht, dass Papier und Pappe zu den umweltfreundlichsten Materialien gehören - sie lassen sich leicht recyceln, und ihre Umweltauswirkungen und potenziellen ROP-Gebühren sind viel geringer als bei Kunststoff oder Aluminium.
Wenn Ihr Unternehmen noch nicht mit der Arbeit an einem neuen Rechenschaftssystem begonnen hat, sollten Sie zunächst die folgenden Schritte unternehmen:
- Kartierung von Verpackungen und Druckerzeugnissendie auf den Markt kommen - von der Verpackung bis zum Werbematerial.
- Zusammenarbeit mit Lieferantenum Daten über die Zusammensetzung und das Gewicht der verwendeten Rohstoffe zu erhalten.
- Auswahl der zertifizierten Materialien (FSC, PEFC, EU Ecolabel) - nicht nur eine ökologische Richtung, sondern auch ein klarer Vorteil in den Augen von Kunden und Geschäftspartnern.
- Schwerpunkt auf Ökodesign - weniger Kunststoff, einfachere und homogenere Lösungen, die das Recycling erleichtern.
Mit diesem Ansatz können Sie nicht nur die ROP-Anforderungen erfüllen, sondern auch Ihr Markenimage stärken - als verantwortungsbewusstes, informiertes und modernes Unternehmen. Obwohl das ROP eine gesetzliche Verpflichtung ist, kann es zu einem Motor für positive Veränderungen werden. Für das Verlags- und Druckgewerbe ist es die perfekte Gelegenheit zu zeigen, dass Druck auch nachhaltig und verantwortungsvoll sein kann.
Die bewusste Auswahl von Materialien, die Zusammenarbeit mit zertifizierten Lieferanten und Investitionen in recyclingfreundliche Lösungen sind heute nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern auch eine Strategie, um Vertrauen, Kundenbindung und Marktvorteile zu schaffen.
In einer Welt, in der zunehmend die Frage gestellt wird "Woraus ist es gemacht?"Verantwortung ist keine Last mehr - sie wird zu einer einen Mehrwert und ein Schaufenster für die moderne Marke.DRUK-INTRO führt das Projekt "Kinderfreundliches Produkt" durch, dessen Prämisse es ist, alle in einem Kinderbuch enthaltenen Roh- und Hilfsstoffe gründlich auf ihre Herkunft und Verwendungssicherheit hin zu analysieren - mehr dazu hier: https://druk-intro.pl/2025/07/31/ppd-produkt-przyjazny-dziecku/

